BÜRGERINITIATIVE KEIN WINDPARK SÜD ELM WIR FORDERN 5000m ABSTAND ZUM ELM!
BÜRGERINITIATIVE KEIN WINDPARK SÜD ELM   WIR FORDERN 5000m ABSTAND ZUM ELM!

Bürger wollen Initiative gegen Windpark gründen

 

Ingeleben Im Helmstedter Südkreis nimmt der Widerstand gegen Windpark-Pläne zwischen Ingeleben und Wobeck zu. Eine Bürgerinitiative soll gegründet werden.

Von Norbert Rogoll

Eine Bürgerinitiative gegen Windparkpläne wollen (von links) Lisa Sturm, Thomas Meyer, Hans-Joachim Blattmann und Heinz Seidel gründen.
Eine Bürgerinitiative gegen Windparkpläne wollen (von links) Lisa Sturm, Thomas Meyer, Hans-Joachim Blattmann und Heinz Seidel gründen.
Foto: Rogoll

 

Der Widerstand von Bürgern gegen einen neuen Windpark im Helmstedter Südkreis wächst. „Wir sind schon extrem betroffen und nur noch Richtung Norden stehen bisher keine Windräder, aber dort befindet sich ja nun die neue dafür geeignete Fläche“, bedauert Thomas Meyer aus Ingeleben. Zusammen mit Mitbürgern, auch aus den benachbarten Orten im Kreis Wolfenbüttel, will er eine Bürgerinitiative gründen, um dort weitere Windenergieanlagen (8 sind laut bisherigen Planung möglich), die der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) in seiner Windpotenzialstudie aufgeführt hat, zu verhindern.

Mit ihrem Einsatz unter dem Motto „Keine Windkraft am Elm“ würden die Bürger die Landschaft sowie die Bewohner, aber besonders auch die reichhaltige Fauna und Flora in diesem Gebiet schützen wollen.„Nur im Einklang mit der Natur muss das Aufstellen von Windenergieanlagen geschehen, gegen die wir nicht generell sind“, hob Hans-Joachim Blattmann hervor. Mit seiner Frau Lisa Sturm lebt er auf seinem Außenhof mit Pferdezucht an der Wobecker Landstraße. „Am Abend denkt man wegen der blinkenden roten Lichter an den vielen Windmühlen jetzt schon, man ist in einer Disco“, meinte Lisa Sturm.

Für eine Schutzzone von 5 Kilometern um den Elm für Windmühlen engagieren sich die Initiatoren. „Der derzeitige Mindestabstand zu Ortschaften mit 1000 Metern ist nicht mehr Stand der Technik, weil die Höhe der Windräder inzwischen schon Richtung 200 Meter tendiert“, unterstrich Meyer. Der Kölner Dom sei zum Vergleich 157 Meter hoch.

Als erheblich bezeichnete Lisa Sturm die Auswirkungen für Menschen und Tiere durch die Geräusche, die mit Tinitus vergleichbar seien, und durch den Schattenwurf der großen Anlagen. Eine Dauerbeschallung befürchtet auch Heinz Seidel, der in der ehemaligen Ziegelei in der Feldmark zwischen beiden Orten eine Pferdepension sowie eine Pferdezucht betreibt. „Es gibt schon Stallnutzer, die ankündigen, den Hof zu verlassen, wenn der Windpark entsteht“, rechnet Heinz Seidel außer der Wertminderung des Grundstücks mit weiteren wirtschaftlichen Schäden.

„Das Wegenetz im Elm wird ausgebaut, um den Tourismus zu stärken, da wäre ein neuer Windpark kontraproduktiv“, unterstrich Thomas Meyer. Nicht ausreichend seien die Bürger vorher über die Planung des ZGB informiert worden. Außerdem übte er Kritik daran, dass die Gutachten für Landschafts-, Umweltschutz und Alternativen für den ZGB nur eine Firma angefertigt habe.

 

Quelle: Helmstedter Nachrichten